reflections

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Was wäre wenn...?

Nirvana - Something in the way
Stimmung: ok


Manchmal denke ich immer noch an ihn. Manchmal spüre ich noch immer seine Nähe, seine wohltuende Wärme. Ja, und manchmal, scheint es so, als wäre er noch immer mein Freund. Als wäre er noch immer bei mir, noch immer da. So denke ich manchmal. Ich weiß, dass ich schon so lange nicht mehr seine Freundin bin. Aber er wird für immer ein Teil von mir sein. Ich habe ihn immer noch so gern, nur ist mir schon so lange bewusst, dass ich nie wieder seine Nähe und seine Wärme so intensiv erleben werde, wie ich sie einmal gespürt habe.

Ja, so denke ich manchmal und dann fallen mir so viele Dinge ein, die wir beide erlebt haben. Die wir beide zusammen durchgestanden haben. Dinge, die mir einmal so unendlich viel bedeutet haben.

Heute Mittag habe ich ihn wieder gesehen. Heute Mittag sind mir wieder so viele Dinge in den Sinn gekommen. Er war mit seinem Freund in der Stadt und hat mich im Vorbeigehen seitlich gestreift. Er hat mich nicht gesehen. Aber ich habe ihn gesehen und das hat mir gereicht. Er ist noch immer so wunderschön. Nein, er hat sich nicht verändert. Er ist immer noch so süß. Aber seine grünen Augen werden nie wieder aufleuchten wenn er mich sieht. Nie wieder so wie früher. Seine blonden Haare werde ich ihm nie wieder so liebevoll aus dem Gesicht streichen können. Nie wieder so wie früher. Doch am meisten vermisse ich die gemeinsamen Stunden mit ihm. Mit ihm alleine. Er konnte so zärtlich sein, so unbeschreiblich einfühlsam. Manchmal fehlt er mir so. Ich habe ihn doch einmal so geliebt.

Heute Abend war ich zufällig wieder in der Stadt. Er war auch zufällig wieder da. Er hat mich gesehen. Aber es war nicht mehr der gleiche sehnsüchtige Blick, den er mir geschenkt hat. Nicht mehr der gleiche wie früher. Er hat kurz genickt und sich dann wieder ihr gewidmet. Ihr! Wer sie wohl ist? Ob er mit ihr zusammen ist? Er ist nicht der Typ für einen One-Night-Stand. Er ist wie geschaffen für eine dauerhafte Beziehung. Wie geschaffen dafür. Aber nicht für mich. Nicht mehr. Manchmal denke ich eben so. Manchmal denke ich auch daran, was er wohl so mit ihr unternimmt. Was macht er wohl mit ihr? Aber vor allem: Was macht er ohne mich? Sein Leben geht weiter. Mein Leben geht weiter. Auch ohne ihn. Wie gesagt, manchmal denke ich so, und manchmal denke ich auch daran, wie es wäre, wenn diese Geschichte Wirklichkeit würde...

1.3.06 21:40, kommentieren

Drück mich an die Wand

Nirvana - The man who sold the world
Stimmung: ok



es ist gut. es ist alles ok! er liebt mich und ich spüre es. und ich liebe ihn auch, mehr als alles andere. er ist sehr lieb zu mir, wir hatten zwar heut wieder einen kleinen streit aber es ist ok.

er hat mir kippen gekauft und cub. einfach so, weil er mich mag. und ich habe ihm ein bild gemalt. weil ich ihn liebe und er fand es schön.

er hat meine geschichte gelesen, weil sie auf dem bett lag und er sagte auch dass es schön geschrieben ist. und ich dachte, dass ich ihn liebe.

Die Geschichte:

Blut spucken

Irgendwann bist du gekommen und hast mich am Ärmel gezogen.
Du hast mich auf den Stuhl gesetzt, mir die Wolldecke über die Beine gelegt und mich mit Keksen gefüttert.
„Was ist denn, Mädchen?“, hast du gefragt und ich habe angefangen ein bisschen Keksbrei auf den Boden zu spucken.
„Sag doch, Mädchen“, hast du gesagt und ich dachte, dass man mit vollem Mund nur leider so schlecht sprechen kann.
„Wo ist der Glanz in deinen Augen, Mädchen?“, hast du gefragt und hast versucht mir mit der Gabel die Müdigkeit aus den Augen zu kratzen.
Ich habe dir das Gesicht zerkratzt.
„Mädchen, so geht das nicht weiter.“, hast du gesagt und dich hinter den Stuhl gestellt.
Irgendwo dort.
Dort, wo ich dich nicht fassen kann, nicht sehen kann.
„Mädchen.“, hast du gesagt, „Mädchen, das geht so nicht“
Und ich dachte das erste mal, dass du damit vielleicht sogar Recht hast.
Es geht so nicht.
Da habe ich ein bisschen genickt und in die Hände geklatscht.
“Was ist passiert?“, hast du gefragt.
Und ich dachte, dass es zu viel ist um es aufzuzählen.
Dass es nicht geht. Ich habe Worte im Kopf, aber sie kommen mir nicht über die Lippen.
„Warum ist das so?“, hast du gefragt und ich habe versucht ein Wort aus meinem Kopf zu ziehen und es mir auf die Lippen zu legen.
Aber es war so kantig, dass es mir Lippen aufgeribbelt hat.
„Wann hat das angefangen?“, hast du gefragt
und ich habe mir das Blut aus dem Gesicht gewischt und gedacht, dass ich dir sofort das Datum und die Uhrzeit sagen könnte, wenn ich es schaffen könnte, sie aus meinem Kopf zu bekommen.
„Warum nur, Mädchen?“, hast du gefragt.
Und ich dachte, dass es viel einfacher wär, wenn ich dir kurz meinen Kopf aufsetzen könnte.
Wenn du dann wüsstest, von den Momenten, die ihm Angst gemacht haben.
Von den Momenten, über die er sagte, dass es unglaublich erschreckend ist, dass sie zu meinem Leben gehören.
Dass es unfassbar für ihn ist, dass das ein Teil von mir ist, den ich die ganze Zeit mit mir herum trage.
Immer. Immmer. Immer.
Vielleicht wäre es dann einfacher.
Für dich.
Für mich.
Da habe ich mich langsam umgedreht.
Und meine leeren, müden Augen mit dem kalten, nichtssagenden Blick haben deine Augen gesucht.
Mein Kopf hat sich gedreht und meine weißen, zittrigen Hände, haben versucht ihn festzuhalten.
„Manchmal kann man durch dich durchsehen, manchmal bist du so weiß, dass man denkt, man müsste dich nehmen und dich zurück ins Kühlhaus tragen.“, hast du gesagt und gelacht.
Damals.
Jetzt lehnst du an der Wand und bist ein bisschen blass.
„Mädchen“, sagst du.
Und ich fange an, die Wörter mit den scharfen Kanten über meine Lippen zu ziehen.
Irgendwann hören meine Hände auf zu zittern.
Irgendwann ist mein Blick nicht mehr leer.
Irgendwann fange ich an Blut zu spucken.

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vielleicht kiffen wir morgen. haben die erste frei. stoned in der schule sein ist sicher cool. einfach relaxed und so. hab keine kraft mehr für schule, kotzt mich an. bau da eh nur noch scheisse zur zeit.
manu hat mir die lippe blutig geschlagen, da hab ich ihn geschlagen, so dass man den abdruck noch auf seiner wange sehen konnte.

bene hat tim zusammengeschlagen und tim hat geweint. aber er sagt es hat nicht wehgetan. aber jetzt fasst er mich nicht mehr an sagt er.
und ich hab gedacht dass es eigentlich schade ist und danach habe ich gedacht dass ich das nicht denken darf. weil ich tim eigentlich eh nicht besonders mag. Aber vielleicht brauche ich das alles als bestätigung. Aber ich will es doch gar nicht brauchen. Ich denke ich schaffe das. Bestimmt.

2.3.06 22:07, kommentieren

Hold me tight

Ryan Adams - Wonderwall
Stimmung: ok


es geht mir immernoch ok. Es ist immer noch in ordnung und eigentlich fühle ich mich gut, wenn man von meinen eltern absieht aba sie sind mir doch egal. Sie können mich am arsch lecken und sie interessieren mich auch nicht, denn ich liebe sie nicht. Heute war meine mama traurig und ich dachte ‚verreck.’
Das war alles was ich gedacht habe und ich konnte die worte nur mühsam zurückhalten, weil ich sie lieber angeschrien hätte und ihr gesagt hätte wie sehr ich sie hasse. Aber das werde ich nicht tun. Natürlich nicht. Wieso sollte ich sowas böses zu der person sagen, die doch immer nur das beste für mich will? -.-

Stoned in der schule sein ist gut. Man kann die lehrer nicht nerven, weil man ruhig ist. Ich habe niemanden geschlagen und ich habe den unterricht auch nicht einmal gestört. Ich war heute ein braves mädchen.

Heute schneit es. Ich kann nicht mehr aus meinen fenstern sehen, weil sich der schnee darauf wie ein dicker weißer vorhang gelegt hat und jetzt kann ich die straßen nicht mehr sehen. Ich fühle mich sehr eingeschlossen hier drin, abgegrenzt von der welt. Mama die fotze hat mir alles weggenommen. Meine antenne, mein telefon und meinen schlüssel. Sie will aba nur das beste für mich. Das will sie immer. Sie weiß was gut für mich ist, weil sie mich kennt.

Aber ich bin zu müde um etwas dagegen zu tun. Es ist mir egal, dass ich nichts machen kann ausser diesen text schreiben. Es ist mir auch egal, dass es mama nicht gut geht. Es ist mir noch viel mehr egal, dass sie traurig ist, dass ich nicht mehr mit ihr spreche. Manchmal, wenn mama mich was fragt, und ich ihr nicht antworte, dann denke ich, dass ich vielleicht die verbindung zu ihr verloren habe. Vielleicht ist das schon viel länger her. Und manchmal, wenn ich mich ganz fest an den heizkörper presse, so fest, dass ich mich spüren kann, dann denke ich dass diese verbindung vielleicht liebe heisst. Ich liebe sie nicht. Und ich glaube dass das schon sehr lange so ist.

Sie sagen ich darf in meinem zimmer nicht rauchen. Aber ich will es. Ich kann nicht verstehen dass sie etwas dagegen haben, weil es doch mein zimmer ist. Weil es doch der einzige raum ist, der nur mir gehört. Überall gehen sie rein, in jedem raum können sie bestimmen, dass die wände weiß sind und nicht schwarz. Aber in meinem zimmer, da dürfen sie das nicht. Da darf ich entscheiden. Und ich darf auch entscheiden, ob ich hier rauche. Ich darf das.

Manchmal wünschte ich mir, dass sie sich streiten. Wenn sie sich streiten, trennen sie sich vielleicht. Und dann sind sie doch erst mal mit sich selbst beschäftigt. Vielleicht würden sich mich ja dann in ruhe lassen. Wenn ich doch nur an ihnen vorbei gehen könnte, ohne registriert zu werden. Dann würden sie nicht ständig nach meinen hasaufgaben fragen oder ob ich streit mit ihm habe. Oder wen ich anrufe oder wann ich an den pc gehe.
Sie sehen all die dinge die ich mache und sage, sie sehen ob ich meine hausaufgaben mache bzw. So tu und sie sehen mit wem ich mich treffe. Sie sehen so viel, aber sie sehen niemals den hass in meinen augen. Den sehen sie nie.

Bene und ich wollen bald mal n Trip schmeißen. Das wäre gut, es ist bestimmt besser als immer nur kiffen. Stoned sein ist zwar nicht schlecht, aber es macht einen nicht unbedingt gut gelaunt. Man ist zwar vollkommen ruhig und alles und fühlt auch nicht mehr so viel, aber LSD ist bestimmt besser. Michael hat gesagt es wär das geilste gefühl überhaupt.

Machs gut

3.3.06 14:37, kommentieren



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